Koffein und Fitness

Ein Espresso aus der hauseigenen Espressomaschine gehört für viele Menschen zum morgendlichen Ritual dazu. Vor allem für Frühsportler kann ein Kaffee am Morgen zu einer viel höheren Effizienz führen. In diesem Beitrag will ich auf die Wirkung von Koffein auf Sportler eingehen.

 

Was ist Koffein?

Koffein ist ein in der Natur vorkommender Stoff, der anregend auf unser Gehirn und Nervensystem wirkt. Der chemische Name für Koffein lautet übrigens Trimethylxanthin. Außerdem ist Koffein mit stärkeren Drogen wie Amphetamin, Kokain und Heroin verwandt. Und zwar so, dass alle die gleichen biochemischen Mechanismen im Gehirn ausnutzen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man nach mehreren Tassen Kaffee das Gefühl von Aufgedrehtheit verspürt.

In Reinform ist Koffein als weißes Pulver mit einem sehr bitteren Geschmack vorzufinden. Zudem wird es medizinisch verwendet, um das Herz anzuregen und zur Beschleunigung der Urinproduktion, da es leicht abführend wirkt.

Schon im frühen Mittelalter sind die Menschen auf den Geschmack von Koffein gekommen. Erste Erwähnungen für seine stimulierende Wirkung lassen sich auf das 8. Jahrhundert zurückverfolgen. Seit dem 14. Jahrhundert wird Kaffee und Tee regelmäßig in Europa und Asien gehandelt. Aber wahrscheinlich wurde die Pflanze schon seit Anbeginn der Menschheit als Arzneimittel verwendet.

 

Koffein im Training

Koffein kann ein wahres Wundermittel sein, wenn es darum geht Stärke, Konzentration, Kreativität und Fettverbrennung anzuregen. Koffein beeinflusst sowohl die Physis als auch die Psyche, Körper und Geist. Allerdings ist auch zu beachten, dass Koffein bei jedem Menschen anders wirkt. Eine Studie zeigt nämlich, dass Menschen, die Koffein zu sich genommen haben, deutlich bessere Erfolge in den Bereichen Kreuzheben, Bankdrücken und Kniebeugen erzielen konnten. Außerdem können Radsportler und Läufer dank Koffein eine höhere Ausdauerleistung erbringen. Eine andere Studie zeigt sogar, dass Koffein die Heilung von Muskelkatern beschleunigen kann. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass drei von vier Olympia-Athleten regelmäßig Koffein zu sich nehmen.

Ob die gleichen Effekte bei Ihnen selbst erzielt werden können, müssen Sie selbst ausprobieren. Wenn Sie merken, dass Sie deutlich bessere Erfolge erzielen als zuvor, sollten Sie Koffein unbedingt weiter zum Training einnehmen. Beachten Sie allerdings, dass der Körper sich mit der Zeit an Gifte gewöhnt. Wer also täglich Koffein zu sich nimmt, der wird irgendwann nichts mehr von der stimulierenden Wirkung merken.

Die folgenden vier Tipps helfen Ihnen, Koffein optimal im Sport einzusetzen:

 

  • Koffein wirkt angeblich etwa vier Stunden lang. Der größte Effekt lässt allerdings schon nach kurzer Zeit nach. Deshalb rate ich, ungefähr 30 Minuten nach der Einnahme mit dem Training zu beginnen.
  • Es ist bereits bewiesen, dass Koffein nicht dehydrierend auf den Körper wirkt. Allerdings kann Koffein nur dann am besten wirken, wenn genug Wasser im Körper vorhanden ist. Denken Sie also daran, immer genug zu trinken, bevor Sie sich einen Espresso aus der Espressomaschine kommen lassen.
  • Überlegen Sie, wann Sie die Wirkung des Koffeins am meisten brauchen. Falls Sie einmal beispielsweise wenig Motivation fürs Training haben, dann nehmen Sie sich eine Tasse Kaffee und bringen Ihren Körper auf Hochtouren. Konsumieren Sie Koffein also strategisch klug.
  • Viele Menschen reagieren sehr empfindlich, wenn Sie Kaffee auf nüchternen Magen trinken. Sollten Sie merken, dass das auch bei Ihnen der Fall ist, dann trinken Sie Ihren Kaffee lieber nicht auf nüchternen Magen.